JÜDISCHE  FESTE

Schabbat

Ihren wichtigsten Festtag feiern viele Juden in jeder Woche einmal. Das ist der Schabbat. Er beginnt am Freitagabend und endet am Samstagabend. Der Samstag ist nach jüdischem Kalender der siebte Tag der Woche und nach Gottes Weisung aufgrund der Schöpfung ein heiliger Ruhetag. An ihm soll jedes Wesen – Mensch und Tier - nach einer anstrengenden Woche wieder zu sich finden und neue Kraft schöpfen. Viele Juden beten am Schabbat besondere Gebete, lesen spezielle Abschnitte aus der Tora und den Propheten, treffen sich zum Tora-Lernen und arbeiten nicht, weil auch Gott am 7. Tag ruhte. Drei Schabbat-Mahlzeiten sind zur Feier des Tages vorgeschrieben.

Rosch

Haschana

Kopf des jüdischen Jahres

Rosch Haschana ist der Tag, an dem G-tt den Menschen erschaffen hat als Krönung der Schöpfung. Ebenso sagt Rabbi Elieser, dass unsere Stammväter im Tischrei geboren wurden, da sie Anfang für eine Welt waren, die bisher sündhaft war. Am Rosch Haschana wurden Sara, Rachel und Chana bedacht. Sie waren vorher kinderlos, doch von diesem Tag an schenkte ihnen G-tt die Hoffnung auf Kindersegen.

Am Rosch Haschana wurde Josef aus dem Gefängnis entlassen, in dem er zwölf Jahre lang unschuldig eingesperrt war. Von diesem Tag an begann sein Licht zu leuchten. Am Rosch Haschana wurde der Sklaverei unserer Väter in Ägypten ein Ende gesetzt, und so wurde der Tag der Anfang der Erlösung.

 
 
 

Jom Kippur

Busse und Heiligkeit

40 Tage nach dem Erhalt der Tora am Berg Sinai wurden alle Juden G-ttes auserwähltes Volk. Trotzdem beteten sie ein goldenes Kalb an. Moses flehte zu G-tt, nicht SEIN Volk zu zerstören. Am 10. Tischrei sagte G-tt „Ich habe ihnen vergeben“.

Seitdem begehen wir diesen als „Sühnetag“ – als ein Fest unserer unzerstörbaren Verbindung mit G-tt. Dieser Tag ist zugleich unser heiligster Tag im Jahr, an dem wir uns mit der Quelle verbinden. Unsere Seele bleibt unabhängig von unserem Verhalten immer G-tt treu ergeben.

 

Chanukka

Tempelweihfest,

"Chanukka" wird auch "Lichterfest" genannt, weil ein achtarmiger Leuchter eine wichtige Rolle spielt. Und so hat alles angefangen: Vor langer Zeit, noch vor der Geburt von Christus, hatten die Griechen das Land Palästina besetzt. Sie herrschten dort und bestimmten auch, welche Götter die Menschen anbeten sollten: die Götter der Griechen. Zu Jahwe beten, das war streng verboten!

Doch dann besiegten jüdische Kämpfer die griechischen Herrscher. Ab dann durften die Juden im Tempel wieder ihren Gott Jahwe anbeten. Doch vorher wollten sie ihren Tempel erst neu weihen. Das heißt, sie wollten alle Erinnerungen an die griechischen Götter beseitigen. Dazu wollten die Juden ihren Leuchter anzünden. Er darf nach jüdischem Glauben niemals verlöschen, nur während der Herrschaft der Griechen hatte er gar nicht gebrannt. Die Griechen hatten das ganze Öl für den Leuchter vernichtet.

 

Purim

Happy Purim

 

Erinnerung an die Errettung vor der

Vernichtung durch Perser. An Purim feiern wir ein Ereignis, das im Jahr 3405 seit Erschaffung der Welt (356 v.d.Z.) stattfand: die Rettung des jüdischen Volkes vor dem Plan des persischen Ministers Haman, „zu vertilgen, zu erschlagen, zu vernichten alle Juden vom Knaben bis zum Greis, Kinder und Frauen, an einem Tag“. Das persische Reich erstreckte sich damals von Indien bis Äthiopien. Hamans Dekret, das von König Achaschwerosch gebilligt wurde, bedeutete also die Vernichtung jedes einzelnen Juden in der Welt.

 

Schawuot

Die Übergabe der Tora

In der ersten Schawuotnacht ist es Brauch, die ganze Nacht wachzubleiben, um Tora nach dem Buch Tikun Lejl Schawuot zu lernen. Dieses Buch enthält Verse aus jedem Wochenabschnitt, aus jedem Buch der Schriftlichen Tora (Tanach), das gesamte Buch Ruth, Ausschnitte aus jedem Traktat der Mischna, eine Liste der 613 Mizwot, und ausgewählte Stellen aus dem Sohar.

Eine Erklärung für diese Tradition ist, dass das jüdische Volk schlief, als Gott am Morgen des 6. Siwan die Tora geben wollte und Er selbst sie wecken musste. Um diesen Lapsus zu korrigieren, bleibt man die ganze Schawuotnacht wach. Die chassidischen Lehren weisen weiters darauf hin, dass das Schlafen des jüdischen Volkes ein fehlgeleiteter Versuch war, die Aufnahme der göttlichen Tora mit dem unterbewussten, transzendenten Teil der Persönlichkeit vorzubereiten.

 

Sukkot

Einheit und Freude

Vom ersten Schofarton an Rosch Haschana bis zum letzten begeisterten Tanz an Simchat Tora ist Tischrei die ereignisreichste Zeit im jüdischen Jahr – der Monat der Stärke. Die Feiertage im Tischrei sind mehr als nur eine Erinnerung an die Vergangenheit.

Jeder von ihnen eröffnet eine unmittelbare Verbindung zu einer spannenden Zukunft und fordert uns auf, das Unsere zu tun, um die Welt zu Heiligkeit und Harmonie zu bringen. Die Tora ist dabei der Leitfaden und ihre Mizwot sind die Werkzeuge; der Monat Tischrei ist voll von diesem Potential. Tritt ein in das jüdische Jahr und erschliesse die Kraft dieses starken Monats!

israel4you

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